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*International Board Certified Lactation Consultant Still- und Laktationsberaterin IBCLC*

 

 

Im Laufe der Zeit haben sich die Meinungen und Bewertungen zum Thema "Stillen" mehrfach geändert. Zunächst war es selbstverständlich, dass gestillt wurde, denn es gab keine verlässliche Alternative. Dann kam der Siegeszug immer besserer industrieller Säuglingsfertignahrungen.
Die Brustfütterung wurde von der Flaschenfütterung abgelöst, was von vielen Eltern wie auch medizinischem Personal begrüßt wurde. Heute zeichnet sich in unserer Gesellschaft und in medizinischen Fachkreisen erneut ein gewisser Einstellungswandel ab.
Viele Studien und wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die physische und psychische Gesundheit der Säuglinge durch das Stillen gefördert wird und diese Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter nachweisbar sind.

Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass die Aufklärung der jungen Eltern allein nicht hilft, die Stilldauer zu erhöhen.
Es erfordert mehr: gute Voraussetzungen sowie individuelle Beratung und Begleitung in der gesamten Zeit der Stillbeziehung. Wenn Stillprobleme auftreten, werden meist die niedergelassenen Gynäkologen oder Pädiater konsultiert. Die jeweilige Fachausbildung des Gesundheitspersonals (Krankenschwestern und Ärzte/Ärztinnen) beinhaltet jedoch wenig praktische Information und wissenschaftlichen Hintergrund zum Problemkreis Stillen und Laktation.
In Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen und Dienstleistungsangeboten sind Still- und Laktationsberaterinnen eine Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme rund um Stillen und Laktation.
Sie bieten eine fachlich kompetente und einfühlsame Beratung, die den individuellen Wünschen und Bedürfnissen von Mutter und Kind gerecht wird.

Still- und Laktationsberaterinnen haben eine umfassende Ausbildung absolviert.
Den Abschluß bildet ein Examen, welches vom International Board of Lactation Consultant.

Examiners (IBLCE), einer Expertengruppe auf dem Gebiet des Stillens aus verschiedenen Gesundheitsberufen, abgenommen wird.
Voraussetzungen für die Zu-lassung zur Ausbildung sind eine abgeschlossene Berufs-ausbildung in einem medizi-nischen / pflegerischen Beruf sowie 1.800 Praxisstunden in der Stillberatung bzw. mehrere Berufsjahre in der Mutter-Kind-Stillbetreuung, oder die Approbation als Arzt/Ärztin und 1.200 Praxisstunden in der Stillberatung.

 

Die Weiterbildung zur Still- und Laktationsberaterin umfaßt ein umfangreiches theoretisches Wissen über alle Aspekte der Laktation, die bisher nur partiell in den Fachgebieten Gynäkologie, Pädiatrie, Allergologie, Psychologie usw. vermittelt wurden. Die Kompetenzbereiche dieser Berufsgruppen bleiben unberührt. Es sollte aber im Rahmen der umfassenden Betreuung eine gute Zusammenarbeit erreicht werden. Ständige Weiterbildungen sind Voraussetzung für das Fortbestehen der Qualifikation.

Das Aufgabengebiet liegt in der Klinik als Still- und Laktationsberaterin auf der Wochenbettabteilung, Neonatalogie und Frühgeborenen-Intensivstation.
In der freien Praxis liegt es in der Ambulanz oder bei den Müttern zu Hause - falls ein Hausbesuch gewünscht wird.
Die Zusatzausbildung befähigt vor allem dazu, in Problemsituationen, wie Erkrankung von Mutter und/oder Kind, Frühgeburten, Mehrlingsgeburten, behinderten Kindern mangelnder Gewichtszunahme des Kindes begleitend zur medizinischen Betreuung ein individuelles Konzept zu erarbeiten, das die Möglichkeit zum Stillen bzw. zur Muttermilchernährung sichert.
Die emotionale Unterstützung der Mutter in ihrer Beziehung zum Kind steht dabei immer im Vordergrund.
Außerdem umfaßt die Arbeit einer Still- und Laktationsberaterin Fortbildungen für Ärzte und Ärztinnen, Hebammen, Krankenpflegepersonal, ErnährungsberaterInnen, MitarbeiterInnen von Eltern-Kind-Zentren u.a. Sie erstellt Still-Standards und beteiligt sich an der Umsetzung des Konzeptes "Stillfreundliches Krankenhaus" der WHO und vom UNICEF auf Abteilungen für Geburtshilfe.

 

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